Dinge die bei mir keinen Joy mehr sparken

Völlig losgelöst von Selbsthilfe Ratgebern und den zugehörigen Netflix Serien, habe ich mir schon länger vorgenommen mal auszumisten. Zuletzt kam mir der Gedanke, als ich mein Arbeitszimmer innerhalb des Hauses umzog.

Naja, wie das dann so ist, wenn man “umzieht”, man stellt fest, dass man viel zu viel Kram hat, den man eigentlich nur hin und her räumt, ihn aber eigentlich nicht mehr braucht. Ich habe drei Kategorien an Kram, von dem ich mich trennen werde:

Musik CDs

Ich habe über einige Jahre ein paar Musik CDs angesammelt, die ich eigentlich überhaupt nicht mehr höre. Einige davon, sind nicht mal geöffnet worden, weil ich sie vorbestellte und dann doch nur bei Spotify hörte.

Zum Glück ist es relativ einfach sich von CDs zu trennen, denn ich habe kaum noch ein Gerät mit dem ich sie abspielen kann. Aktuell fällt mir da nur mein Auto ein und eventuell eine Spielekonsole. Einen CD Player, habe ich jedenfalls nicht mehr.

Video Games

Die XBOX 360 war meine erste richtige Konsole, die ich mehr zum spielen genutzt habe als einen PC. Das liegt zum Großteil daran, dass ich zu dem Zeitpunkt als ich die XBOX kaufte, keinen Spiele-fähigen PC bzw. Mac hatte.

Seit ~2006 haben sich da schon so einige Spiele angesammelt. Ich glaube es sind ~70 Stück. Spiele ich sie noch? Nein, natürlich nicht. Nehmen sie Platz weg? Ja!

Ich kann mich aber trotzdem irgendwie nur schwer davon trennen. Zum einen, weil die Games mal (relativ) teuer waren und zum anderen, weil ich immer wieder den Gedanken haben “IRGENDWANN SPIELE ICH DIE BESTIMMT NOCH MAL!”. Das ist natürlich totaler Unsinn. Ich sollte alles einfach in eine Kiste packen und verschenken. Am besten inkl. der XBOX 360 (Bei Interesse, Mail an mich!).

Beim Launch der Xbox One war ich ja total gegen diesen ganzen Download-Games Trend und wollte alles auf Disks im Regal haben. Inzwischen halte ich das für totalen Quatsch. Die wenigen Spiele die ich noch spiele, kaufe ich als Download bei Steam oder auf der Xbox One.

Computer/Elektronik Kram

Jeder kennt es, die Kiste mit dem Computerteile/Elektronik Kram, den man nicht mehr los wird, der aber auch zu schade ist, ihn einfach weg zu werfen. Kabel, Netzteile usw.

Was macht man mit dem Quatsch? Ich habe so viele LAN-Kabel, ich weiß nicht mal, wo die alle her kommen. Vermutlich kann man solche Sachen wirklich nur noch zum Schrott bringen…

Aber eine Sache nervt mich schon lange. Mein alter Mac Pro.

Ich habe einen Mac Pro von 2012. Früher war es meine Workstation mit der ich alles gemacht habe. Inzwischen habe ich ein neues MacBook Pro von meinem Arbeitgeber bekommen und habe noch mein eigenes MacBook Pro von 2014. In meinem Leben ist einfach kein Platz mehr für den Mac Pro.

Ab und an boote ich Windows um eine Runde Quake Champions zu spielen, aber auch das mache ich nur noch sehr selten. Er muss also auch gehen (bei Interesse bitte melden).

Auch wenn ich diesen Aufräumtrend, ausgelöst durch das Buch von Frau Kondō sehr belächelt habe, verstehe ich schon die Motivation dahinter. Jedenfalls habe ich es mal genutzt um meine eigene Situation zu hinterfragen. Ich habe tatsächlich relativ wenig Kram, aber von dem den ich habe, hätte ich mich schon viel früher trennen sollen…


iPad Pro

Ich schreibe hier aktuell nicht so viel, weil ich gerade ziemlich viel um die Ohren habe, aber ein paar Sachen zum neuen iPad Pro, wollte ich dann doch schnell loswerden.

Als regelmäßiger MacRumors Leser war ich nur wenig überrascht davon, was Apple vorgestellt hat. MacBook Air, Mac mini und iPad Pro wurden seit Monaten erwartet. Es war also mehr oder weniger klar was kommt.

Wir haben das Apple Event mit Kollegen im Büro geschaut und als im iPad Pro Produktvideo zu sehen war, dass der neue Apple Pencil magnetisch am iPad hält (ein Feature das Microsoft Surface Tablets schon ewig haben) prustete es fast gleichzeitig ein “EEEEEENDLICH!” aus allen heraus. Nett auch, dass das Teil nun kabellos am iPad Pro geladen wird und nicht mehr auf die (lächerliche) Lightning Port Methode geladen werden muss.

Außerdem habe ich mich sehr darüber gefreut, dass das 12,9” iPad Pro etwas kleiner geworden ist. Bereits bei der letzten iPad Pro Generation hätte ich mich gerne für ein 12,9” entschieden, wäre aber vermutlich eher mit dem 10,5” gegangen, einfach wegen der Außenmaße.

Bereits jetzt nutze ich ein iPad Mini 2 und würde total gern ein größeres Display und einen Pencil haben. Außerdem gibt es mit Lightroom CC, Affinity Photo und bald auch Photoshop wirklich viele gute Apps zur Bildbearbeitung, die prima auf einem iPad funktionieren.

Ich stelle mir meinen zukünftigen Foto-Workflow in etwa so vor:

  1. Ich importiere meine Fotos von der Kamera direkt aufs iPad. Dabei ist es eigentlich egal, ob ich meine Fuji JPEGs, oder Fuji .RAF (RAW) importiere, dass iPad kann mit beidem umgehen.
  2. Dann sortiere ich alles aus, was ich nicht behalten will
  3. Die restlichen Bilder kann ich dann mit einem der bekannten Tools edtieren und nach meinen Wünschen anpassen.
  4. Wenn der Prozess abgeschlossen ist, kann ich DS File nutzen, um die Daten auf meine Synology DiskStation zu kopieren. Die DiskStation dient als Archiv und wird noch zusätzlich gesichert.
  5. Die Bilder auf der DiskStation verwalte ich am Mac mit Capture One. Dies passiert bei mir aber nur alle paar Wochen und beschränkt sich auf das erstellen von Projekten, Alben und Collections.
  6. Die Favoriten bleiben auf dem iPad und können von dort an Freunde und Familie oder ins Internet versendet werden.

Ein paar Gründe, wieso ich ein iPad Pro in betracht ziehe und die gleiche Aufgabe nicht auf meinem MacBook Pro erledigen möchte:

  • Ich kann das iPad Pro überall mit hinnehmen. Natürlich geht das auch mit einem MacBook Pro, doch das Gewicht spielt für mich schon eine Rolle. Sogar mit dem Smart Keyboard Cover ist das ganze Ding doch sehr klein und leicht.
  • Ich kann mit dem iPad Pro bequem auf dem Sofa, im Bett oder im Zug noch schnell ein paar Bilder bearbeiten oder Aufgaben erledigen. Auch das geht mit einem MacBook, doch auch hier finde ich den reduzierten Ansatz eines Tablets sehr charmant.
  • Der Pencil ist für mich sehr interessant zur Bildbearbeitung ist nur auf einem iPad verfügbar.

Bevor ich ein iPad Pro kaufe, will ich mir die Geräte noch mal persönlich ansehen, denn eventuell reicht auch das 11” iPad Pro. Egal welche Größe es am Ende wird, ich hoffe, dass ich meinen Foto-Workflow damit etwas optimiert bekomme.

Sobald ich mich entschieden habe und ein paar real-world Erfahrungen sammeln konnte, werde ich hier davon berichten. :)


Eigene Blogging Engine in 2018 schreiben?

Ich liebe ja meinen Blog. Er ist nicht zu komplex, hat ausreichend Besucher und läuft auf Jekyll. Eigentlich wollte ich schon lange mal etwas zu meinem Blogging-Prozess schreiben, aber wie das so ist, komme ich irgendwie nicht so richtig dazu.

Nun möchte ich eigentlich noch mehr bloggen, als ich es aktuell tue. Ich schreibe deutlich mehr, als ich es noch vor ein paar Jahren getan habe, aber ich könnte manchmal noch eine Schaufel drauflegen.

Was hindert mich also daran? In erster Linie ist es die Tatsache, dass ich einen Static Site Generator nutze. Für einen SSG sprechen für mich folgende Dinge:

  • Statische Websites sind super flott. Weil einfach nur statische HTML Seiten ausgeliefert werden, muss ich außer einem Webserver nichts installieren. Ich kann also auf einen Application- und Datenbank-Server verzichten.
  • Aufgrund dieser Tatsache ist der Betrieb und auch das sichern von meinem Blog extrem einfach. Die Nginx Config ist super simpel und der komplette Blog liegt in einem Git Repo.
  • Ich verwalte meinen Blog mit Ansible. Ich habe da ein einfaches Playbook, welches mir lokal die Site erstellt (mit Jekyll), den Kram in Git eincheckt und dann nur das generierte HTML auf meine VM kopiert. Alles mit einem Befehl.

Das klingt ja alles schon ziemlich cool. Was ist daran also doof?

  • Ich habe immer häufiger Beiträge mit Bildern und finde es etwas sperrig mit Bildern und statischen Inhalten zu arbeiten. Ich lege zur Zeit einfach Ordner in meinem Jekyll Blog an, lege dort die Bilder ab und verlinke sie im Markdown Text. Doof daran ist, dass alle diese Bilder auch in Git liegen müssen. Das macht das Repo etwas sperrig und sorgt auch sonst für ein paar andere Probleme (Markdown Previews haben keine Bilder (wegen absoluten Pfaden) usw.
  • Bloggen vom Smartphone oder Tablet ist fast unmöglich. Auch wenn ich einen anderen Workflow mit Git und Co. nutzen könnte, ist das bloggen vom iPhone nicht so einfach. Manchmal möchte ich aber doch gerne etwas schreiben, oder schon mal eine Beitragsidee in einen groben Entwurf vorschreiben. Aktuell mache ich das dann mit einem Texteditor oder einfach einer E-Mail, aber das ist auch eher eine blöde Lösung. Ich hätte diese Daten gerne an einem Ort.

Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, aber die sind hier nun nicht so relevant, sorgen aber für mich in der Summe für etwas Unzufriedenheit (ja, ich habe aktuell keine anderen Probleme).

Ein wenig inspiriert durch Philipp habe ich darüber nachgedacht, ob ich nicht doch meine eigene Blogging Engine bauen sollte.

Ich hatte mir gedacht, dass ich da doch relativ einfach etwas mit Rails bauen könnte:

  • Die komplette Blogging Engine wird als Docker Container ausgeliefert.
  • SQLite als Datenbank. Klingt erstmal komisch, ist aber praktisch. Es würde Backups vereinfachen und reicht für eine Single-User Blogengine auf jeden Fall.
  • Static File Caching, oder Memcache (mal schauen was einfacher mit einem Docker Setup spielt).
  • Bilder-Uploads lassen sich seit ActiveStorage ohne viel zusätzlichen Code sehr nett realisieren. Files könnten lokal in einem Verzeichnis liegen, oder bei S3. Aktuell stört es mich, dass ich nur mit Umwegen auch Thumbnails und so generieren kann.
  • Ich arbeite seit einigen Jahren mit Rails und könnte so ein Projekt relativ schnell umsetzen.

Ich bin mir noch nicht sicher.

Eigentlich dient dieser Beitrag nur dazu, mal meine Gedanken zu dem Thema zu sammeln. Das Ding muss halt auch nicht viel können. Es braucht einfach nur eine nette Oberfläche die sich auch vom Smartphone bedienen lässt und ein halbwegs korrektes Frontend.

Ich mache mir da noch mal ein paar Gedanken. Vielleicht gibt’s bald mehr zu dem Thema.