Sehr zu meiner Begeisterung, kann man seit heute bei Hetzner Cloud Server mieten. Dafür gibt es eine neue Oberfläche, die ähnlich aufgebaut ist wie die von DigitalOcean, Scaleway und anderen Cloud Anbietern. Erreichbar ist die Oberfläche unter https://console.hetzner.cloud/

Hetzner Cloud Hosting

Wie auch schon auf dem Screenshot zu sehen, fangen die Cloud Instanzen mit 1 CPU, 2 GB RAM, 20 GB SSD (NVMe) und 20 TB Traffic bei 2,96 € an. Das ist im Vergleich zu DigitalOcean und Scaleway deutlich günstiger. Auch sind die anderen, größeren, Instanzen deutlich günstiger als bei der Konkurrenz. Ich habe direkt so eine Instanz für 2,96 € gemietet und meinen Blog dort hin umgezogen.

Erst vor kurzem bin ich von DigitalOcean auf eine ~5 € Hetzner VM umgezogen. Bevor ich zu Hetzner bin, wollte ich eigentlich zu Scaleway wechseln, doch deren $2,99 Instanzen sind stark begrenzt und waren bereits alle vergriffen. Auch wenn ich jetzt nicht jeden Euro drei mal umdrehen muss, so freu ich mich trotzdem, dass ich auch hier wieder etwas Geld spare. Denn der Blog verdient kein Geld und ist nur ein Spaßprojekt.

Floating IPs

Sehr praktisch ist es nun auch, dass Hetzner, genau wie DigitalOcean, ebenfalls Floating IPs anbietet. So ist der Umzug von einem Server auf einen anderen deutlich leichter und schneller zu bewerkstelligen. Für Floating IPs zahlt man pro Stück 1,19 €/Monat, was ich als fair betrachte.

Snapshots & Backups

Hetzner Cloud Backups

Außerdem kann man jetzt für jede Cloud Instanz Snapshots und (automatische) Backups buchen. Genau wie bei anderen Anbietern, wird hier auch nach GB berechnet (Snapshots: 0,0119 €/GB/Monat, Backup: 20% des Tarifpreises). Bei den Backups ist es ganz nett, dass man ein Zeitfenster definieren kann, in dem das Backup erstellt werden soll.

Hat man einen Snapshot erstellt, kann man die gleiche Instanz auf den Snapshot zurücksetzen, oder eine neue Instanz anlegen, die den Snapshot als Startpunkt hat.

Minimales Server Dashboard

Auch das Management Dashboard ist schön geworden:

Hetzner Cloud Dashboard

Für einen schnellen Überblick, was so auf der Instanz los ist, bekommen man hier ein paar schöne Graphen gezeichnet. Diese aktualisieren sich auch von alleine und laufen in Echtzeit mit.

In diesem Bereich können weitere Einstellungen vorgenommen, zum Beispiel findet man hier auch die bereits genannten Backup und Snapshot Funktionen. Von hier aus, kann man die Instanz auch in ein Rescue System booten um z.B. andere ISOs zu laden. Eine Möglichkeit eigene ISOs hochzuladen, existiert scheinbar (noch?) nicht, dafür gibt es aber eine Auswahl der gängigsten Betriebssysteme.

Hetzner Cloud ISO Images

Teams

Schön ist es auch, dass man Cloud Instanzen in Projekte unterteilen kann. Das ist gerade wenn man im Team arbeitet sehr praktisch. So kann man mehrere Personen einem Projekt zuweisen und jeder hat Einsicht in die Cloud Instanzen und kann diese managen.

Erster Eindruck

Auf den ersten Blick wirkt das ganze Interface sehr modern und ist eine schöne Abwechslung zu der doch eher altmodischen Oberfläche des Hetzner Robots.

Für DNS Änderungen und andere Konto-Einstellungen muss man diesen zwar noch benutzten, aber das Management von Servern ist deutlich flotter geworden.

Wenn man sich erstmal an die "Leichtigkeit" von Cloud Servern gewöhnt hat, ist die Behäbigkeit normaler Root/V-Server nur schwer zu ertragen. Mal sehen was die Zeit zeigt, aber so auf den ersten Blick schaut das alles schon sehr brauchbar aus.

Ich bin jedenfalls positiv überrascht und werde noch weitere Projekte von VMs bei anderen Anbietern auf die Hetzner Cloud umziehen. Denn auch wenn andere Anbieter ähnliche Angebote haben, sieht mir das Angebot bei Hetzner was Preis/Leistung angeht, gerade für KMUs, am besten aus.