Ich liebe ja meinen Blog. Er ist nicht zu komplex, hat ausreichend Besucher und läuft auf Jekyll. Eigentlich wollte ich schon lange mal etwas zu meinem Blogging-Prozess schreiben, aber wie das so ist, komme ich irgendwie nicht so richtig dazu.

Nun möchte ich eigentlich noch mehr bloggen, als ich es aktuell tue. Ich schreibe deutlich mehr, als ich es noch vor ein paar Jahren getan habe, aber ich könnte manchmal noch eine Schaufel drauflegen.

Was hindert mich also daran? In erster Linie ist es die Tatsache, dass ich einen Static Site Generator nutze. Für einen SSG sprechen für mich folgende Dinge:

  • Statische Websites sind super flott. Weil einfach nur statische HTML Seiten ausgeliefert werden, muss ich außer einem Webserver nichts installieren. Ich kann also auf einen Application- und Datenbank-Server verzichten.
  • Aufgrund dieser Tatsache ist der Betrieb und auch das sichern von meinem Blog extrem einfach. Die Nginx Config ist super simpel und der komplette Blog liegt in einem Git Repo.
  • Ich verwalte meinen Blog mit Ansible. Ich habe da ein einfaches Playbook, welches mir lokal die Site erstellt (mit Jekyll), den Kram in Git eincheckt und dann nur das generierte HTML auf meine VM kopiert. Alles mit einem Befehl.

Das klingt ja alles schon ziemlich cool. Was ist daran also doof?

  • Ich habe immer häufiger Beiträge mit Bildern und finde es etwas sperrig mit Bildern und statischen Inhalten zu arbeiten. Ich lege zur Zeit einfach Ordner in meinem Jekyll Blog an, lege dort die Bilder ab und verlinke sie im Markdown Text. Doof daran ist, dass alle diese Bilder auch in Git liegen müssen. Das macht das Repo etwas sperrig und sorgt auch sonst für ein paar andere Probleme (Markdown Previews haben keine Bilder (wegen absoluten Pfaden) usw.
  • Bloggen vom Smartphone oder Tablet ist fast unmöglich. Auch wenn ich einen anderen Workflow mit Git und Co. nutzen könnte, ist das bloggen vom iPhone nicht so einfach. Manchmal möchte ich aber doch gerne etwas schreiben, oder schon mal eine Beitragsidee in einen groben Entwurf vorschreiben. Aktuell mache ich das dann mit einem Texteditor oder einfach einer E-Mail, aber das ist auch eher eine blöde Lösung. Ich hätte diese Daten gerne an einem Ort.

Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, aber die sind hier nun nicht so relevant, sorgen aber für mich in der Summe für etwas Unzufriedenheit (ja, ich habe aktuell keine anderen Probleme).

Ein wenig inspiriert durch Philipp habe ich darüber nachgedacht, ob ich nicht doch meine eigene Blogging Engine bauen sollte.

Ich hatte mir gedacht, dass ich da doch relativ einfach etwas mit Rails bauen könnte:

  • Die komplette Blogging Engine wird als Docker Container ausgeliefert.
  • SQLite als Datenbank. Klingt erstmal komisch, ist aber praktisch. Es würde Backups vereinfachen und reicht für eine Single-User Blogengine auf jeden Fall.
  • Static File Caching, oder Memcache (mal schauen was einfacher mit einem Docker Setup spielt).
  • Bilder-Uploads lassen sich seit ActiveStorage ohne viel zusätzlichen Code sehr nett realisieren. Files könnten lokal in einem Verzeichnis liegen, oder bei S3. Aktuell stört es mich, dass ich nur mit Umwegen auch Thumbnails und so generieren kann.
  • Ich arbeite seit einigen Jahren mit Rails und könnte so ein Projekt relativ schnell umsetzen.

Ich bin mir noch nicht sicher.

Eigentlich dient dieser Beitrag nur dazu, mal meine Gedanken zu dem Thema zu sammeln. Das Ding muss halt auch nicht viel können. Es braucht einfach nur eine nette Oberfläche die sich auch vom Smartphone bedienen lässt und ein halbwegs korrektes Frontend.

Ich mache mir da noch mal ein paar Gedanken. Vielleicht gibt's bald mehr zu dem Thema.